4 x Myopie Management Live

Termine November 2020

4. November 19.30 Uhr

Anmeldung ist geschlossen

Emmetropisierung & Pathologie von Myopie

mit

Prof. Dr. med. Anja Palmowski-Wolfe

Dr. Andreas Hartwig

Prof. Dr. rer. nat. Dr. h.c. Frank Schaeffel

10. November 19.30 Uhr

ANMELDUNG IST GESCHLOSSEN

Myopie Management in die Praxis umsetzen

mit

Stefan Lahme

Peter Bruckmann

International Guest:

Dr. Monica Jong (Australien, IMI)

18. November 19.30 Uhr

ANMELDUNG IST GESCHLOSSEN

Binokularsehen & Brillengläser

mit

Stefanie Wöhrle

Georg Scheuerer

Sandra Wagner

International Guest:

Dr. Oliver Woo (Australien)

30. November 19.30 Uhr

ANMELDUNG IST GESCHLOSSEN

Update von Therapieoptionen

mit

Svenja Nienhaus

Jessica Gruhl

Dr. med. Hakan Kaymak

Unsere Unterstützer

Organisatoren

Sigrid_Blaser

Sigrid Blaser

Ingo Rütten

Pascal Blaser

Referenten

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Welche Konsequenzen hat die Myopie für das Auge

Leitende Ärztin am Universitätsspital Basel den Bereich Kinderaugenheilkunde

Professor Dr. med. Anja Palmowski-Wolfe verantwortet als leitende Ärztin am Universitätsspital Basel den Bereich Kinderaugenheilkunde, Neuro-Ophthalmologie und Strabismus (Schielen).

Sie leitet die interdisziplinäre Spezialsprechstunde «Myopie» in der sich Augenärzte, Orthoptisten, Augenoptiker und Optometristen unter fortlaufender Berücksichtigung neuester Erkenntnisse zur Vorsorge und Behandlung der Kurzsichtigkeit widmen.

Prof. Palmowski-Wolfe studierte 1983-89 Humanmedizin an der Justus-Liebig- Universität Giessen, D, mit Studien und Forschungsaufenthalten in Australien (University of Adelaide), den USA (Harvard) und Grossbritannien (Dundee).

Die Facharztausbildung erfolgte in der Neurologie (1990-91, Universitätsklinik Würzburg) und 1991-1995 an der Augenklinik Homburg, Universität des Saarlandes.

1995-97 schloss sich ein Forschungsaufenthalt und ein Fellowship in San Francisco in Kinderaugenheilkunde, Strabismus, Neuroophthalmologie und Elektrophysiologie, finanziert über ein Stipendium der DFG, an.

Welche Konsequenzen hat die Myopie für das Auge

2050 wird voraussichtlich die Hälfte der Weltbevölkerung kurzsichtig sein. In letzter Zeit haben wir durch Myopie-Forschung viel über die Myopie-Entstehung und die Möglichkeiten die Myopie-Progression zu hemmen gelernt. Hierzu gibt es nun sogar schon Richlinien des International Myopia Institutes (2019). Warum ist das so wichtig? Bietet nicht eine gewisse Myopie den Vorteil auch später noch ohne Brille lesen zu können?

Die Dringlichkeit ergibt sich aus den Spätfolgen der Myopie auf das Auge. In diesem Beitrag werden diese Konsequenzen aufgezeigt:

Bereits ab einer Myopie von -1 dpt steigt das Risiko an einer Linsentrübung oder einem Glaukom zu erkranken mit zunehmender Myopie an. Ab einer Myopie von -3 dpt steigt das Risiko einer Netzhautablösung oder der myopen Maculadegeneration sprunghaft an. Ab einer Kurzsichtigkeit von -6 dpt oder einer Achsenlänge von über 26 mm besteht ab dem 60 Lebensjahr ein deutlich höheres Risiko auch mit bester Korrektur keine Lesefähigkeit mehr zu erreichen. Bei noch höheren Myopien bzw Achsenlängen verlagert sich dieses Risiko in die jüngeren Lebensjahre.

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Atropintherapie in der klinischen Routine

Leitende Optometristin (B.sc.) im MVZ Breyer, Kaymak & Klabe Netzhautzentrum Oberkassel, Düsseldorf

Svenja Nienhaus ist die Medizinische Privatassistentin von Herrn Dr. Hakan Kaymak für den Bereich Netzhaut-, Makula- und Glaskörperchirurgie. 

Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungseinrichtung für Internationale Innovative Ophthalmochirurgie (I.I.O.), Düsseldorf.

Hintergrund: Niedrig dosiertes Atropin zur Hemmung der Myopieprogression ist Gegenstand einer Vielzahl systematischer klinischer Studien. Diese werden und wurden unter kontrollierten Bedingungen und in ausgewählten Patientenkollektiven durchgeführt. Die daraus empfohlene Atropindosis beträgt 0,01%, da bei dieser Konzentration eine Hemmung der Myopieprogression bei tolerablen Nebenwirkungen und ohne Rebound gezeigt werden konnte. Es gibt aber keine längerfristigen Erfahrungen zur Effizienz dieser Atropintherapie in der alltäglichen klinischen Praxis.
Methodik: Es wurden retrospektiv die Daten von 90 Kindern analysiert, welche die Tropftherapie mit 0,01%igem Atropin über einen Zeitraum von 12 Monaten durchgeführt haben. Diese waren zu Therapiebeginn 10,1 ± 2,7 Jahre alt mit einer Refraktion von -4,2 ± 3,0 dpt und einer Achslänge von 24,8 ± 1,3 mm. Vorgabe war an 5 Tagen die Woche abends vor dem Zubettgehen jeweils einen Tropfen in beide Augen zu geben. Die Kinder der Kontrollgruppe (n=100) waren zu Beginn der Beobachtung 11,2 ± 3,0 Jahre alt und wiesen eine Refraktion von -2,9 ± 1,8 dpt und eine Achslänge von 24,4 ± 1,0 mm auf. Untergruppen wurden abhängig von der Refraktion und dem Alter zu Beginn der Therapie bzw. der Beobachtung gebildet und miteinander verglichen.
Zusätzlich wurde die Therapieadhärenz von 45 Kindern, die die Atropintherapie bereits 24 Monate durchgeführt haben, hinsichtlich wahrgenommener Termine und bestellten Atropin-Einzeldosen ausgewertet.
Ergebnisse: Zwischen den beiden oben genannten Gruppen konnte keine signifikant unterschiedliche Achslängenentwicklung unter Atropintherapie beobachtet werden. Da sich die beiden Gruppen allerdings in allen genannten Punkten unterschieden, ist ein ungefilterter Vergleich der vorhandenen Daten nicht aussagekräftig. Die Sub-Analyse mit nur denjenigen Kindern, die zu Beginn mind. 11 Jahre alt waren, lieferte für den 12-monatigen Beobachtungszeitraum eine signifikant geringere Achslängenzunahme in der Gruppe der behandelten Kinder (p<0,05).
Nur 36% der Kinder nahmen alle der halbjährlich angesetzten Kontrollterminen wahr. 73% der Kinder erschienen zur ersten Kontrollvisite nach 6 Monaten, noch 69% zur 12-Monatsvisite und 56% zur 18-Monatsvisite. Die Anzahl der durchschnittlich bestellten Atropin-Einzeldosen lag unter der rechnerisch benötigten Anzahl an benötigten Einzeldosen. Es gibt keine Korrelation zwischen der Anzahl bestellter Einzeldosen und Achslängenwachstum.
Schlussfolgerung: Bei durch Umweltfaktoren induzierter Myopie („Schulmyopie“) kann Atropin die Achslängenzunahme hemmen. Bei Kindern, die bereits in jungen Jahren stark myop sind und bei denen daher nicht von einer durch Umweltfaktoren entstandenen Myopie ausgegangen werden kann, bleibt die hemmende Wirkung der Atropintropfen auf die Myopieentwicklung fraglich.
Bzgl. der Differenz zwischen bestellter und benötigter Anzahl der Atropin-Einmaldosen, liegt neben dem Nicht-Einhalten des empfohlenen Therapieschemas auch die Vermutung nahe, dass die Dosierbehälter über mehrere Tage verwendet werden, da sie deutlich mehr als nur einen Tropfen fassen. Weitere Gründe für die Differenz zwischen bestellter und benötigter Anzahl der Atropin-Einmaldosen sollen in Zukunft mittels Fragebögen eruiert werden.
In der Real-Life Atropintherapie bei Kindern aus westeuropäischem Umfeld ist das bisher klinischen Studien gefundene Dosis- und Therapieschema möglicherweise nicht ohne Weiteres wirksam. Neben der sorgfältigen Auswahl geeigneter Kinder müssen Mittel und Wege gefunden werden, die Adhärenz dieser jungen Patienten zu verbessern, um die Atropintherapie für die Praxis anwendbar zu machen.

Sandra Wagner
Wie unterscheidet sich das Akkommodationssystem von Emmetropen und Myopen?

Research Assistant/ PhD candidate
Institute for Ophthalmic Research, Eberhard Karls Universität Tübingen

Sandra Wagner ist wissenschaftliche Mitarbeiterin und Doktorandin am Forschungsinstitut für Augenheilkunde der Eberhard Karls Universität in Tübingen. Mit einem Doktorandenstipendium der Fulbright Kommission forschte sie zudem sechs Monate am College of Optometry der State University of New York, USA an Methoden zur Verbesserung der Myopiekontrolle.
Sie absolvierte ein Studium der Augenoptik und Psychophysik (M. Sc.) sowie der Augenoptik und Hörakustik (B. Sc.) an der Hochschule Aalen. Sandra Wagner ist Mitglied der American Academy of Optometry, der Association for Research in Vision and Ophthalmology sowie der British Contact Lens Association, und zudem als wissenschaftlicher Gutachter für Fachzeitschriften aktiv.

Veröffentlichungen unter:

http://www.eye-tuebingen.de/zrennerlab/members/sandra-wagner/

Schon Kepler vermutete einen Zusammenhang zwischen Nahsehen und Kurzsichtigkeit und aktuelle Forschungsergebnisse liefern weitere Hinweise.
Zur Erörterung dieses Zusammenhangs wurde der Effekt längerer, kontinuierlicher Naharbeit auf Linsenbrechkraft und Ziliarmuskelmorphologie bei emmetropen und myopen jungen Erwachsenen verglichen. Des Weiteren wurde die Möglichkeit untersucht, Biofeedback-Training einzusetzen, um den Akkommodationsvorgang bewusst zu regulieren und die Akkommodationsgenauigkeit zu verbessern. Zur Untersuchung wurden optische Kohärenztomographie und exzentrische Infrarot-Photorefraktion eingesetzt. Die teils erstaunlichen Ergebnisse dieser Studie werden vorgestellt und diskutiert.

stefanie-wöhrle
Untersuchungstechniken bei Kinder mit Myopieprogression

staatlich geprüfte Augenoptikerin, Augenoptikermeisterin, Heilpraktikerin

Visus GmbH

Jetzt bei Visus GmbH Anpassberatung, Dozentin für Funktionaloptometrie 

2017 bis 2020 IPRO GmbH, Leonberg, Projektmanagement (PASKAL 3D und MyEyeTrainer)

2004 bis 2015 bei Optik Urnauer (Stuttgart West)

2006 Eröffnung meiner Praxis in Stuttgart (Blickwinkel Visualtraining)

Zusätzliche Qualifikationen:

Ausbildung im Bereich „Basiswissen Medizin“ mit erfolgreicher Ablegung der amtsärztlichen Prüfung zur Heilpraktikerin
Balancierte Ohrakupunktur nach Seeber®, Life-Kinetik-Trainerin

Wie ist der Einfluss des binokularen Sehens auf Kinder und deren Kurzsichtigkeit? Welchen Einfluss hat das binokulare Sehen auf ein weiteres Fortschreiten der Myopie? Lernen Sie Messmethoden, Interpretationsmöglichkeiten und Strategien kennen, die Sie ergänzend im Rahmen des Myopie Managements durchführen können. Es werden verschiedene Möglichkeiten zur Verbesserung des Zusammenspiels der Augen aufgezeigt und Erfahrungen diskutiert.

Jessica Gruhl
Aktuelles zum Myopiemanagement mit Kontaktlinsen

Augenoptikermeisterin/ staatlich geprüfte Augenoptikerin und Optometristin (ZVA),

Avermann Contactlinsen, Dortmund

Kontaktlinsenspezialistin, Avermann Contactlinsen, Dortmund

Schwerpunktmäßig Anpassung von Kontaktlinsen im Rahmen der Myopiekontrolle und Kontaktlinsenanpassung bei Keratokonus

Studentin im berufsbegleitenden Masterstudiengang M.Sc. Vision Science and Business (Optometry) Hochschule Aalen

2019 Prüfung zur Optometristin (ZVA)

03/2017 – 01/2019 staatlich geprüfte Augenoptikerin und Augenoptikermeisterin HFK Köln

Die Möglichkeiten, mit optischen Hilfsmitteln eine Zunahme der Myopie zu verlangsamen rücken immer stärker in das Bewusstsein von Eltern kurzsichtiger Kinder. Multifokal- und Orthokeratologiekontaktlinsen zum Ausgleich eines peripheren hyperopen Defokus stellen eine effektive Therapiemaßnahme zur Verlangsamung der Myopieprogression dar.

Diese Präsentation stellt verschiedene Kontaktlinsendesigns als einen Ansatz, die Myopieprogression zu hemmen vor und zeigt die Implementierung des Myopiemanagements in die tägliche Praxis eines Kontaktlinseninstitutes.  Weiter  gibt es einen Überblick über den aktuellen Wissensstand zur Wirksamkeit und Sicherheit der Versorgung von Kindern mit Kontaktlinsen im Rahmen der Myopiekontrolle.

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Atropintherapie in der klinischen Routine

Augenarzt, Augenchirurg und leitender Operateur der Breyer, Kaymak & Klabe Augenchirurgie für den Bereich Netzhaut-, Makula- und Glaskörperchirurgie.

Leiter des MVZ Breyer, Kaymak & Klabe Netzhautzentrum Oberkassel, Düsseldorf

 Dozent an der Universitätsaugenklinik des Saarlandes, Homburg

CEO, TRIALCARE® Research, Germany

Gründungsmitglied des International Vision Correction Research Center Networks (IVCRC.net) der Universitäts-Augenklinik Heidelberg

Kooperation mit Prof. Dr. F. Schaeffel, Institute for Ophthalmic Research – Universität Tübingen

Hintergrund: Niedrig dosiertes Atropin zur Hemmung der Myopieprogression ist Gegenstand einer Vielzahl systematischer klinischer Studien. Diese werden und wurden unter kontrollierten Bedingungen und in ausgewählten Patientenkollektiven durchgeführt. Die daraus empfohlene Atropindosis beträgt 0,01%, da bei dieser Konzentration eine Hemmung der Myopieprogression bei tolerablen Nebenwirkungen und ohne Rebound gezeigt werden konnte. Es gibt aber keine längerfristigen Erfahrungen zur Effizienz dieser Atropintherapie in der alltäglichen klinischen Praxis.
Methodik: Es wurden retrospektiv die Daten von 90 Kindern analysiert, welche die Tropftherapie mit 0,01%igem Atropin über einen Zeitraum von 12 Monaten durchgeführt haben. Diese waren zu Therapiebeginn 10,1 ± 2,7 Jahre alt mit einer Refraktion von -4,2 ± 3,0 dpt und einer Achslänge von 24,8 ± 1,3 mm. Vorgabe war an 5 Tagen die Woche abends vor dem Zubettgehen jeweils einen Tropfen in beide Augen zu geben. Die Kinder der Kontrollgruppe (n=100) waren zu Beginn der Beobachtung 11,2 ± 3,0 Jahre alt und wiesen eine Refraktion von -2,9 ± 1,8 dpt und eine Achslänge von 24,4 ± 1,0 mm auf. Untergruppen wurden abhängig von der Refraktion und dem Alter zu Beginn der Therapie bzw. der Beobachtung gebildet und miteinander verglichen.
Zusätzlich wurde die Therapieadhärenz von 45 Kindern, die die Atropintherapie bereits 24 Monate durchgeführt haben, hinsichtlich wahrgenommener Termine und bestellten Atropin-Einzeldosen ausgewertet.
Ergebnisse: Zwischen den beiden oben genannten Gruppen konnte keine signifikant unterschiedliche Achslängenentwicklung unter Atropintherapie beobachtet werden. Da sich die beiden Gruppen allerdings in allen genannten Punkten unterschieden, ist ein ungefilterter Vergleich der vorhandenen Daten nicht aussagekräftig. Die Sub-Analyse mit nur denjenigen Kindern, die zu Beginn mind. 11 Jahre alt waren, lieferte für den 12-monatigen Beobachtungszeitraum eine signifikant geringere Achslängenzunahme in der Gruppe der behandelten Kinder (p<0,05).
Nur 36% der Kinder nahmen alle der halbjährlich angesetzten Kontrollterminen wahr. 73% der Kinder erschienen zur ersten Kontrollvisite nach 6 Monaten, noch 69% zur 12-Monatsvisite und 56% zur 18-Monatsvisite. Die Anzahl der durchschnittlich bestellten Atropin-Einzeldosen lag unter der rechnerisch benötigten Anzahl an benötigten Einzeldosen. Es gibt keine Korrelation zwischen der Anzahl bestellter Einzeldosen und Achslängenwachstum.
Schlussfolgerung: Bei durch Umweltfaktoren induzierter Myopie („Schulmyopie“) kann Atropin die Achslängenzunahme hemmen. Bei Kindern, die bereits in jungen Jahren stark myop sind und bei denen daher nicht von einer durch Umweltfaktoren entstandenen Myopie ausgegangen werden kann, bleibt die hemmende Wirkung der Atropintropfen auf die Myopieentwicklung fraglich.
Bzgl. der Differenz zwischen bestellter und benötigter Anzahl der Atropin-Einmaldosen, liegt neben dem Nicht-Einhalten des empfohlenen Therapieschemas auch die Vermutung nahe, dass die Dosierbehälter über mehrere Tage verwendet werden, da sie deutlich mehr als nur einen Tropfen fassen. Weitere Gründe für die Differenz zwischen bestellter und benötigter Anzahl der Atropin-Einmaldosen sollen in Zukunft mittels Fragebögen eruiert werden.
In der Real-Life Atropintherapie bei Kindern aus westeuropäischem Umfeld ist das bisher klinischen Studien gefundene Dosis- und Therapieschema möglicherweise nicht ohne Weiteres wirksam. Neben der sorgfältigen Auswahl geeigneter Kinder müssen Mittel und Wege gefunden werden, die Adhärenz dieser jungen Patienten zu verbessern, um die Atropintherapie für die Praxis anwendbar zu machen.

schaeffel-frank
Warum macht Lesen kurzsichtig - ungeeignete Akkommodation oder ungeeignete Bildinhalte?

Head of the Section of Neurobiology of the Eye am Institute for Ophthalmic Research in Tübingen (D)

Gastprofessur für Myopieforschung am Institut für Molekulare und Klinische Ophthalmologie (IOB) in Basel, Schweiz

 

Komplette Bio, Auszeichnungen und Arbeiten sind zu finden unter:

http://www.eye-tuebingen.de/schaeffel/

Warum macht Lesen kurzsichtig – ungeeignete Akkommodation oder ungeeignete Bildinhalte?

In der Geschichte der Myopieforschung gab es mindestens vier verschiedene Erklärungen für den Zusammenhang von Lesen und Myopie – (1) zuviel Akkommodation (2) Naharbeit-induzierte transiente Myopie (NITM) wegen andauerndem erhöhten Akkommodationstonus (3) zu wenig Akkommodation (“lag of accommodation”) und, neu (4) ungeeignete Reizung der Netzhaut beim Lesen von dunklen Buchstaben auf hellem Hintergrund. Theorien und experimentelle Ergebnisse werden vorgestellt.

Portrait AHartwig
Emmetropisierung, Folgen und Optimierungsoptionen

Augenoptiker und promovierter Optometrist mit Forschungszentrum in Deutschland.
Lehrbeauftragter am ZVA-Bildungszentrum und an der Aston University, Birmingham

Dr. Andreas Hartwig ist ein in Deutschland ausgebildeter Augenoptiker mit internationalen Erfahrungen im Bereich der Forschung und der klinischen Anwendung.
Nach dem Studienabschluss als Diplom Ingenieur (FH) für Augenoptik sammelte er Praxiserfahrungen an internationalen Einrichtungen. Anschließend promovierte er an der University of Manchester, Großbritannien und befasste sich in dieser Zeit mit der Entwicklung der Myopie.
Im Anschluss daran arbeitete Dr. Hartwig als Manager für klinische Studien bei einem internationalen Kontaktlinsenhersteller.
Er publiziert verschiedene Artikel in Fachzeitschriften und präsentiert Forschungsergebnisse auf internationalen Kongressen. Derzeit betreibt er ein Forschungszentrum und arbeitet als Optometrist. Die Handwerkskammer Lübeck ernannte ihn zum öffentlich bestellten und vereidigten Sachverständiger für das Augenoptikhandwerk. An der Aston University, Birmingham und am ZVA-Bildungszentrum in Knechtsteden ist er als Lehrbeauftragter tätig.

 

Die Prozesse der Emmetropisierung führen idealerweise zu einem minimalen Refraktionsdefizit. Veränderungen in diesem Ablauf stellen somit die Grundlage für die Entwicklung der progressiven Myopie, die zu pathologischen Konsequenzen führen kann, dar. Klinische Studien an Tieren deuten darauf hin, dass es sich bei der Emmetropisierung um einen aktiven Prozess handelt. Im Ergebnis kommt es zu einem emmetropen oder einem ametropen Auge. Bei genauer Betrachtung erlaubt diese Tatsache allerdings auch die Beeinflussung des Verlaufs der Emmetropisierung mittels optischer Maßnahmen. Damit eröffnet sich die Option bei der Entwicklung einer Myopie optisch in den Prozess einzugreifen, um die Progression der Myopie zu reduzieren. Nur dank der aktiven Emmetropisierung können wir beispielsweise Orthokeratologie-Kontaktlinsen oder Antimyopie-Kontaktlinsen anwenden, um potentielle okuläre Pathologien, die durch eine Myopisierung bedingt sind, abzuwenden.

Peter Bruckmann
Kommunikation mit Digitalen und Analogen Medien zu den Eltern im Myopiemanagement

staatl. gepr. Augenoptiker und Augenoptikermeister, Kontaktlinsenspezialist
Inhaber Sehbegleiter Bruckmann, Köln

staatl. gepr. Augenoptiker und Augenoptikermeister

OrthoK Spezialist

Mitgründer der Simply Gruppe

Vorsitzender des WVAO Fachkreis Orthokeratologie

Ehrenvorsitzender der WVAO

Über die letzten Jahre habe ich Erfahrungen mit unterschiedlichen Aktionen und Ansprachen im Myopiemanagement gemacht.

In dieser Präsentation geht es um die erfolgreiche Ansprache und Beratung der Eltern und den Kindern mit unterschiedlichen Medien und mein Konzept einer zielführender Versorgung mit OrthoK Kontaktlinsen bei Kindern.

Stefan Lahme
Kind myop, Eltern ratlos, was tun?

Optometrist (Eidg. Dipl. Augenoptiker)
Master of Science in Vision Science and Business
Inhaber der Firma Sichtbetont in Ingolstadt und Neuburg 

  • Autor des Buches „Tests und Management in der Kinderoptometrie„
  • Mitglied der American Academy of Optometrie F.A.A.O.
  • Ehrenpräsident der Vereinigung Deutscher Contactlinsen Spezialisten und Optometristen VDCO
  • Tätigkeitsschwerpunkt: Contactlinsen, Kinderoptometrie und Binokularsehen

Studium der Optometrie und Augenoptik an folgenden Hochschulen

  • Schweizerische Höhere Fachschule für Augenoptik, Olten, Schweiz
  • Hochschule für Technik und Wirtschaft, AalenNew England College of Optometry, Boston, Massachusetts , USAPacific University, College of Optometry, Forest Grove, Oregon, USA 

Berufliche Tätigkeit

  • Optometrist mit den Schwerpunkten Kinderoptometrie, Binokularsehen und Contactlinsen
  • Mehr als 100 wissenschaftliche Publikationen und Vorträge in Europa und den USA zu verschiedenen Themen der Optometrie, Schwerpunkt Kontaktlinse und Kinderoptometrie
  • Referent u.a. bei der IVBV, Kongressen der Vereinigung Deutscher Contactlinsen Spezialisten und Optometristen, des Schweizerischen Berufsverbandes für Augenoptik/Optometrie, der Wissenschaftlichen Vereinigung für Augenoptik und Optometrie, der AMAK Österreich, beim Europäischen Contactlens Symposium und der Niederländischen Vereinigung der Optometristen
  • Gastdozent an zahlreichen Hochschulen wie der State University New York, der Hochschule Aalen, der Fachschule für Augenoptik „Hermann Pistor“ in Jena und der Fachakademie für Augenoptik in München, Hochschule Nordwestschweiz , Institut für Optometrie, Olten
  • Träger des Optometrie Preises 2010 der VDCOBuchautor „Tests und Messmethoden nicht nur der Kinderoptometrie“ im DOZ Verlag

Ehrenamt:

  • 1984 bis 1987 Beisitzer im Vorstand der VDC
  • 1987 bis 1999 Stellvertretender Vorsitzender der VDC
  • 1999 bis 2008 Präsident der VDCO
  • seit 2008 Ehrenpräsident der VDCODelegierter für Deutschland im Europäischen Rat für Optometrie, ECCO von 1990 bis 2008
  • Delegierter für Deutschland im World Council of Optometry, WCO von 1989 bis 1999
  • Committee Chairman im World Council of Optometry 1994 bis 1996
Kind myop, Eltern ratlos, was tun?
Was messen, was erklären, wann und wie intervenieren?
 
Ein myopes Kind wird erstmals vorgestellt und natürlich fragen die Eltern “ Wird das wieder besser”!
Haben Sie das Kind untersucht oder bekommen Sie eine Brillenverordnung? In beiden Fällen ergeben sich völlig unterschiedliche Wege der Beratung.
Welche Risikofaktoren können Sie erfassen? Was raten Sie den Eltern sofort und mittelfristig? 
Welche Möglichkeiten der Intervention ergeben sich. Wie können Sie die Eltern überzeugen die Myopie und ihre Progression nicht als unabänderliches Schicksal hinzunehmen. 
Wie können Sie die Gratwanderung  zwischen Information ohne Verunsicherung der Eltern bewältigen?
Georg Scheuerer
Untersuchungstechniken bei Kinder mit Myopieprogression

M.Sc. in Vision Science & Business (Optometry).
Inhaber eines augenoptischen Fachgeschäfts, Optik Scheuerer

Dozent für klinische Optometrie im berufsbegleitenden Masterstudiengang M.Sc. Vision Science and Business (Optometry) an der Hochschule Aalen.

Nach Ausbildung und Gesellenjahre besuchte er die Fachakademie für Augenoptik in München. Darauf aufbauend absolvierte er den Bachelorstudiengang B.Sc. Optometry des Pennsylvania College of Optometry in Olten in der Schweiz und dann den berufsbegleitenden Masterstudiengang M. Sc. Vision Science and Business (Optometry) an der Hochschule Aalen.” 

  • M.Sc. Vision Science
  • B.Sc. Optometrie
  • staatl. gepr. Augenoptiker
  • Augenoptikermeister
  • Dozent Hochschule AalenAdjunct assistant Professor (USA)

Wie ist der Einfluss des binokularen Sehens auf Kinder und deren Kurzsichtigkeit? Welchen Einfluss hat das binokulare Sehen auf ein weiteres Fortschreiten der Myopie? Lernen Sie Messmethoden, Interpretationsmöglichkeiten und Strategien kennen, die Sie ergänzend im Rahmen des Myopie Managements durchführen können. Es werden verschiedene Möglichkeiten zur Verbesserung des Zusammenspiels der Augen aufgezeigt und Erfahrungen diskutiert.

International Speakers

Monica Jong
International Myopia Institute – a global perspective

IMI Executive Director,
BHVI Sydney,
Assistant Professor
Discipline of Optometry
University of Canberra, Australia

Doctor Monica Jong is the Executive Director of the International Myopia Institute (IMI), the global expert body focused on advancing myopia research and education to reduce the future negative impacts of increasing levels of myopia on eye health outcomes.

Monica is also an Assistant Professor in Optometry at the University of Canberra, and a Visiting Fellow of the School of Optometry and Vision Science, University of New South Wales Sydney.

Her clinical research is focussed on myopia control, high myopia risk factors and the public health impact of myopia.

She is also involved in advocating for the recognition of myopia and high myopia as a major eye health issue through her role as the secretary of the Refractive Error Working Group in the International Agency for the Prevention of Blindness.

Monica received her optometry degree and PhD from the University of Melbourne, and her thesis examined the relationship between retinal structure and visual function in retinitis pigmentosa using OCT. She was also the recipient of the David and Sandra Smith Fellowship which allowed her to pursue her postdoctoral studies in ocular blood flow imaging in Type 2 diabetes at the Department of Ophthalmology, University of Toronto.

Monica has authored numerous peer reviewed articles, and co-authored the WHO report on

“The Impact of myopia and high myopia.”

She also co-created the first global online myopia management education program at BHVI, and speaks regularly at key international meetings.

This talk will provide an overview of the International Myopia Institute (IMI), a global group of expert myopia researchers, and its work in the advocacy of myopia and high myopia as a public health issue.  Already, the IMI has published white papers providing evidence based guidance to practitioners, researchers and policy makers, with overarching aims to prevent vision impairment and blindness associated with higher levels of myopia.  The future directions will also be presented. 

 
Oliver Woo 2
Where PLUS Thou Art?

Optometrist UNSW, FIAOMC

Sidney, Australien

Dr Oliver Woo (Orthokeratologist, Myopia Management Consultant) Graduated from School of Optometry, University of New South Wales, Australia in 1994 and established an independent Optometrist practice in Sydney, Australia since 1997.

His special interest are paediatric optometry, myopia prevention and control contact lens fitting with Orthokeratology and specialty contact lenses.

Oliver Woo opened an Orthokeratology and Myopic Control Clinic in 2010.

He become first Australian fellow of International Academy of Orthokeratology and Myopic Control (FIAOMC) and mentor in 2007 where he actively participate in the continuing education conference of the IAOA (International Academy of Orthokeratology Asian Section) as an instructor and mentor for FIAOMC of Chinese ophthalmologists.

Since 2014 he is at Board of Director and Senior Member Examination coordinator and Examiner of Oceania Society of Orthokeratology (Australia and New Zealand).

He is also since 2017 in the FIAO Executive Committee.Oliver Woo helping South East Asia countries optometrist associations in developing and organising Myopic Management programme and conferences and he lead the ub-Committee for Orthokeratology and Myopia Management of Asia Optometric Congress (AOC) and AOC Academy 2019.

In the last years he actively participate in many local and international optometry and ophthalmology conferences and as lecturers, mentors and coaches (over 60 international presentations).

In this presentation, we’re going to look at the different options I used in my clinic for myopia management in the past few years. We all want to prescribe the best option to manage myopia but there’re always many factors which affect our decision. I will share with you the do and don’t in managing myopia. How do we achieve to optimal result in slowing down myopia? Which product or method should we use? When and how do we use them? Are these things the most crucial things? There’s always one thing we tend to miss out and lack of! What’s it? Let’s find it out together on that day.